ZIMO ARCHIV
Die hier angeführten Tipps und Anregungen sind auf Basis des alten ZIMO-Digitalsystems verfasst (M1000), lassen sich aber sicher auch für andere Digital-Systeme anwenden.
Entkopplung der Fahrabschnitte F,L und H:
Das ZIMO-Basisgerät M1000 bietet neben der
Fahrspannung
(F) noch Ausgänge für Langsamfahrabschnitte (L) und Halteabschnitte (H). Damit beim
Überfahren von einem Abschnitt in den Nächsten keine Kopplungen entstehen müssen die
einzelnen Abschnitte durch Dioden voneinander entkoppelt werden. Beim neuen
System MX1 werden die erwähnten HL Signale über ein extra Modul erzeugt. Die
Funktion ist aber die selbe. Empfehlenswert sind auch
Zwischenabschnitte von einer Drehgestelllänge.
Zu erwähnen gibt es noch, dass bei Verwendung
des ZIMO-Datenformates (und nur dieses), die Schaltung auch beim MX1 (MX1Multi) gilt.
Sobald zusätzlich das DCC und/oder Motorola-Datenformat verwendet wird. kann
die Entkopplung mittels Dioden nicht mehr erfolgen. Hier müssen dann entweder
für jeden Abschnitt eigene HLU-Module, oder eben gleich
Gleisabschnittsdecoder/Module verwendet werden.

Weichensteuerung mit ZIMO-M801:
Die ZIMO-Weichenbausteine M801 (dies Erweiterung
lässt sich sicher auch für andere Digitalsteuerungen anwenden) lassen sich mit einer kleinen
Zusatzelektronik wunderbar erweitern. Leider gibt es den M801 seitens ZIMO nicht mehr
(möglicherweise lässt sich dies aber mit einem "normalen" Lok-Decoder"
umgehen). Damit können 8 - 32 Momentimpuls-Magnetartikel mit Endabschaltung (z.b Weichen
oder Relais - allerdings ohne Rückmeldung) angesteuert werden. Die Schaltung für 8
Weichen lässt sich auch problemlos vom Fahrpult M2000 aus wie gewohnt ansteuern. Die
Schaltung für 32 Weichen wurde für eine Computersteuerung konzipiert.
Für 8 Weichen:
Die 8 Bit der M801 werden einmal direkt zum ULN2004 und einmal über ein LS7404 zum
ULN2004 geführt. Hat der entsprechende Ausgang nun HIGH-Pegel, schaltet die eine Stufe
durch, hat der Ausgang LOW-Pegel, schaltet die andere Stufe des ULN2004 durch. Da immer
eine Schaltstufe ständig durchschaltet, ist es unbedingt erforderlich, dass die Weichen,
oder die Relais über eine Endabschaltung verfügen!

Für 32 Weichen:
Hier werden die ersten 4-Bit über ein LS7404 invertiert und für die Initialisierung der
CD4514 (als Ebenen-Auswahl) herangezogen. die zweiten 4-Bit werden dem CD4514 direkt zu
BCD-Decodierung zugeführt. Jeder der 16 Ausgänge wird wieder zur Ansteuerung einer
Schaltstufe de ULN2004 verwendet.

Pro Ebene (4 sind vorgesehen) ist ein CD4514 nötig. Damit lassen sich dann 8 Weichen
schalten.
Natürlich könnte man diese Schaltung noch weiter ausbauen. Theoretisch könnte man bis
zu 120 Weichen mit einem M801 ansteuern (natürlich kann man auch mit einem 8Bit breiten
Datenbus die Erweiterung direkt vom Computer ansteuern - z.b. vom Parallel-Port ...)
Verstärkermodul (Lochstreifenaufbau - Lötseitenansicht) für eine Weiche:

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