Entkupplerautomatik via MX8/MX9 & STP

Diesen Tipp verdanken wir Bernd Marguerre

Soviele Gleispläne habe ich gesehen! Vielen gemeinsam ist ein Kopfbahnhof. Schon als Jugendlicher habe ich die Abläufe im Stuttgarter Hbf bewundert. Und die Entkuppler haben eine gefährliche kräfteraubende Arbeit. Nur, auf der Modellbahn habe ich keine solchen Arbeiter. Also wünsche ich mir eine zuverlässige Entkuppelei. Dieser mein Traum vom "automatischen" Kopf-Bahnhof - sprich Entkuppelautomatik - läßt sich relativ einfach realisieren, wenn man STP und MX9 zusammen mit MX8 verwendet. Man braucht dann keinen Reed Kontakt und keinen Magneten mehr. Allerdings Extraabschnitt für MX9. Verwendet habe ich Herkat Universal Entkuppler 27030.   Sicherlich lassen sich die folgenden Betrachtungen auch für andere Spurweiten als N verwenden. Ich hab' halt keinen Platz für HO.   Die Idee dabei ist, die Automatikfunktion von STP zu verwenden. Ein Abschnittswechsel der Lok löst den Entkuppler für eine im MX8 definierte Zeit aus. Damit wird auch die physische Position des Entkupplers im Gleis weniger kritisch (verglichen mit einer Hardwarelösung) und können verschieden lange Loks (fast) problemlos entkuppelt werden. Mit MX81 wird das nicht funktionieren, solange die seit Jahren versprochene Lagemeldung nicht implementiert ist. STP fragt die Lage ab und damit erhält man intermittierende Resultate.

Definitionen in STP:

Der Entkuppler wird aktiviert, wenn die Lok den definierten Abschnitt (1 nach 2 im Beispiel) passiert. Mit der BEL/NBL Taste kann das leicht ausprobiert werden.   T15 & S1 müssen rein optisch naturgemäss nicht Teil der Straße sein und könnten "versteckt" werden.   

Längenbetrachtung für Spur N:  
Der Abschnitt, in dem der Entkuppler (A2 im Beispiel) eingebaut ist, kann beliebig lang sein, sollte aber sicherlich ein L-, wenn nicht sogar UL-Abschnitt sein.
Aber der physische Abstand des Entkupplers (Mitte) zur Trennstelle des Auslöseabschnittes (S1) sollte etwa 1/2 Loklänge (6-7cm) betragen. Das ist nicht kritisch, weil das mit CV515 ausgeglichen werden kann. Der Auslöseabschnitt (S1) kann kurz sein ~4cm = Minimum Drehgestellänge bzw. Achsabstand, der Widerstand macht und somit vom MX9 erkannt werden kann. Je nach elektrischer Bauart der Stromabnehmer (über EIN Drehgestell oder nur über hinten und vorne) kann das auch fast die Loklänge sein. Allerdings sollte er lang genug sein, damit eine zweite den Zug abholende Lok, den Zug nicht wieder auf die erste Lok aufschiebt und damit wieder ankuppelt. Dafür reichen 4cm, wenn der Entkuppelabschnitt ein UL-Abschnitt ist. Also bleibt wieder eine "lustige" Spielerei für die persönliche Situation.     

Beispiel:   Straßendefinition im Stellpultbild:  
A steht für Abschnitt
T11-A1, A1, A1,  T15-A1, A2, S1-A2, A2, A3=Halt BEL/NBL Tasten zum Testen   

Straßendefinition im Editor:  
c: Initialisierung
S:0/1: I15/1, S1/2
c: normale Fahrstraße über alles
S:11/11: F3, B3, R3, -
         s1/1, b15/1, -
         M1/1, M2/1, M3/1
c: Straße der Pseudo Taste 15 c: S1/3 = Entkuppler auf Fahrt, Z2 = Warten 2 Sekunden, S1/2 auf Halt c: Z2 verhindert, daß S1 sofort wieder zurückgesetzt wird, c: sondern CV515 zum Tragen kommt. S.a STP Seite 52 & 54
S:15/15: S1/3, Z2, S1/2
c: Entkuppler Automatik löst Straße 15/15 aus
A:1/2: T15, 15/15